Die Weiten Chinas

Lernen Sie die asiatischen Regionen und ihre ganz eigenen Besonderheiten kennen.

China

Im Süden: Kanton Im diesem milden Klima gedeiht einfach alles: Gemüse, tropische Früchte, Reis, Getreide, Kartoffeln. Daneben gibt es Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte. Die Speisen werden meist im Wok pfannengerührt, typisch sind süß-saure Gerichte. Im Norden: Peking Hier werden wegen des kühlen Klimas kräftige Speisen mit mehr Öl und Fett zubereitet. Der ehemalige Sitz des Kaiserhofes war für viele Jahrhunderte das geistige und kulturelle Zentrum Chinas. So entwickelte sich eine besonders aufwendige Küche mit reichlich Schweinefleisch und Geflügel, gefüllten Teigtaschen und Nudeln. Am bekanntesten ist die knusprig gebratene Pekingente. Im Westen: Szechuan In dieser fruchtbaren Provinz mit feucht-heißem Klima gedeihen Zitrusfrüchte, viele Pilzarten, Bambusschösslinge und Reis. Die Speisen sind sehr stark gewürzt. Neben Szechuan Pfeffer, der als Inbegriff für Schärfe gilt, werden Ingwer, Knoblauch und Chilis großzügig verwendet. Im Osten: Shanghai Fisch-, Schalen- und Krustentiere gibt es hier reichlich und es kommen viele Gemüsegerichte auf den Tisch. Als klassischer Begleiter zu allen Mahlzeiten wird Reis gereicht. Eine spezielle Kochtechnik im Osten Chinas ist das „Rotkochen“, das Kochen von Fisch oder Fleisch in dunkler Soja-Sauce und Sake.

Thailand

Die thailändische Küche basiert auf einem großen Reichtum an Früchten und Gemüse. Das tropische Monsunklima bringt das nötige Wasser für den Reisanbau mit sich. Fisch und Meeresfrüchte werden sehr viel verwendet, daneben gibt es Huhn – das klassische Geflügel Thailands – sowie Schweinefleisch. Thailands Küche unterscheidet sich deutlich vom Rest Asiens durch eine einzigartige Kombination verschiedener Düfte und Aromen und ihre besondere Würzweise. Die Kokosnuss, die „Milchkuh Asiens“, spielt eine herausragende Rolle in vielen Gerichten. Vor allem in der Kombination mit den bekannten gelben, roten oder grünen Currypasten, die aus Chilis und anderen Gewürzen produziert werden. Neben diesen wird besonders Galgant, Ingwer und Zitronengras verwendet. Zum weiteren Würzen und anstelle von Salz wird Soja-, Fisch- oder Austern-Sauce benutzt. Grundlage jedes Essens ist Reis. Dazu gibt es eine große Auswahl verschiedenster Gerichte, die eine ausgewogene Kombination von scharf und mild, heiß und kalt, klar und sämig bilden. Zu den typischen Gerichten gehören Glasnudelsalat, Garnelensuppe und natürlich das thailändische Curry.

Japan

Die japanische Küche tanzt mit ihrer Liebe zum Naturbelassenen ein wenig aus der Reihe. Der Eigengeschmack der Zutaten soll möglichst unverfälscht erhalten bleiben, deshalb ist die Verwendung von Fett und Gewürzen relativ gering. Viele Gerichte gart man deswegen in oder über Wasser und es werden vorzugsweise Früchte und Gemüse der Saison verwendet. Eine wichtige Rolle spielen Fisch, Schalentiere und Meeresfrüchte, ebenso wie Reis, Tofu, Nudeln, Seetang, Soja-Sauce und Wasabi. Die auch bei uns mittlerweile sehr beliebten Sushis entstanden ursprünglich aus der Notwendigkeit, rohen Fisch zu konservieren, der zu diesem Zweck in gesäuerten Reis gewickelt wurde.

Indonesien

Das Inselreich Indonesien mit seinen bekannten Inseln Bali, Java und Sumatra, reich an Vegetation und Gewürzen, ist ein traditionelles Handelsland und dadurch stark von fremden Kulturen beeinflusst. Neben der „Indonesischen Reistafel“ zählt Nasi Goreng und Bahmi Goreng zu den bekanntesten Gerichten der indonesischen Küche. Reis dient als Grundnahrungsmittel. Beliebt sind Huhn, Fisch und Meeresfrüchte – Schweinefleisch wird in dem vorwiegend muslimischen Land nur auf Bali gegessen. Auf allen Inseln werden Kokosmilch und Erdnuss-Sauce verwendet, zum Würzen Sambals (Chili-Pasten – von süß-pikant bis feurig-scharf) und Ketjap (mit Zucker versetzte Soja-Sauce). Sehr beliebt sind Saté (Spießchen) mit Dip-Saucen auf Chili- und Erdnussbasis. Als Beilage und zum Knabbern zwischendurch wird Krupuk serviert.

Indien

Wie in China gibt es auch in Indien keine einheitliche Küche. Die Grundlage bilden Fladenbrote (Peshwari Naan, Butter Naan, Puri), dazu reicht man Eintöpfe aus Linsen und vielen anderen Hülsenfrüchten, Gemüse, Currys, Chutneys (süß-sauer/scharf eingelegtes Gemüse und Früchte), Pickles (in Öl eingelegtes scharfes Gemüse) und Masala (Gewürzmischung). Fleisch spielt bis auf Huhn keine Rolle.